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Sonntag, 13. April 2014

Margeriten Makros auf der grünen Wiese.

Das Wetter war diese Woche wieder etwas besser und so schnappte ich mir meine Fuji Kamera und das 90er Tokina und tollte mich auf eine Wiese.



Ein Lerneffekt der letzten Makro Ausflüge ist eine große Plastiktüte die ich für solche Zwecke im Kofferraum verwahre. Hatte ich mir doch beim letzten Mal die Hose mit etlichen Grasflecken ruiniert. Mit der Tüte als Unterlage steht einen innigen Kontakt mit dem Wiesenboden nun nix mehr im Wege. ;-)






Die Aufnahmen sind noch ohne den Kipon Tilt/Shift Adapter entstanden. Ich werde diesen Adapter beim nächsten Makro Ausflug mal verwenden und wir werden sehen wie sich das verlagern der Schärfeebene auf das Bildergebnis (hoffentlich!) positiv auswirkt.


Freitag, 28. Juni 2013

Foto Technik: "Heavy Metal Made In Germany". Leica Macro Elmarit R 60mm f2.8



Kaum hatte ich mich vor zwei Wochen für das Olympus Makro Objektiv entschieden, siehe Makro Shootout, und schon kommt es anders als man denkt. Ein Händler in Tübingen machte mir diese Woche ein unmoralisches Angebot für ein Leica R Objektiv Macro Elmarit 60mm f2.8:



Das Objektiv wurde für die Nutzung an Leicas Spiegelreflex Serie R gerechnet und 1972 auf dem Markt gebracht. Leica versprach sehr gute Bildqualität im Nahbereich, hohe Schärfe und faszinierende Detailtreue. Mit ein bis zwei Abblendstufen sollen auch auf größere Distanzen hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Vignettierung und Verzeichnung sollen praktisch nicht vorhanden sein. Wer in diesem Brennweitenbereich auf extreme Lichtstärke verzichtet könne, um dagegen eine Entfernungseinstellung von unendlich bis 27 cm (Abbildungsverhältnis 1:2) auszunutzen, für den sei es die perfekte Wahl.

In Kombination mit dem Leica Macro-Adapter-R (links im Bild) lässt sich ein Abbildungsverhältnis von 1:1 erzielen.
Mit einer Länge von 63 mm einem Durchmesser von 68 mm und einem Gewicht: ca. 400 g schon als Grundobjektiv ein richtiger Brocken.


Kombiniert mit dem Leica 1:1 Macro Adapter und und dem Quenox Leica R auf M Adapter dann eine fast Waffenschein pflichtige Kombination.


Dieses Exemplar aus dem Baujahr 1977 ist äußerlich recht gut erhalten und vom Glas einwandfrei. Die Verarbeitung wird dem Anspruch Made in Germany im besten Sinne gerecht. Alle Einstellringe laufen wie Butter. Ich gebe es zu, auch wenn ich weiss das moderne Kunststoffe Metall in den Punkten Haltbarkeit und Funktion wenigstens ebenbürtig ist: Das haptische Gefühl ein fettes Objektiv aus Glas und Metall zu nutzen ist unvergleichlich!

Die Kombination mit der kleinen Ricoh GXR ist schwer aber gut einsetzbar. Schauen wir uns eine Blendenreihe von f2.8, f4, f5.6 und f8 ohne Macro-Adapter an.





Und das Ganze nun mit dem R-Adapter.






An Auflösung und Detailwiedergabe wird eine sehr hohe Qualität erreicht. Die Verwendung des 1:1 Adapters verkürzt die nutzbare Größe der Schärfetiefe zwar wieder (ähnlich den Makroringen die ich letzte Woche an dem Olympus Objektiv vorstellte: siehe Kenko Macroringe), aber der Vergößerungsgewinn ist beeidruckend. Eine 100% Ansicht der oben aufgeführten f8 Aufnahme (bitte mal anklicken):


OK, die Anwendung als Makro Objektiv ist unzweifelhaft sehr gut.
Gespannt war ich aber auf die Leistung auf mittlere und große Entfernungen. Alle Bilder bei Blende f2.8 um auch die Abbildung der Unschärfe Bereiche, sprich das Bokeh, zu prüfen.

Fangen wir an mit größerer Motiv Entfernung.




Bokehverlauf an den Planken des Bootes. Der Übergang vom scharfen zum unscharfen Bereich ist sehr gleichmäßig und cremig.

Fantastisch auch die Farbwiedergabe und Wärme.


Die Kombination von grandioser Schärfe ab Offenblende mit ruhigem Bokeh lässt Freistellung regelrecht 3-D mäßig ins Auge poppen!



Das Fazit ist recht schnell und einfach auf den Punkt gebracht:

Hammer!

Ich habe noch nie ein Objektiv besessen welches so unterschiedliche Abbildungseigenschaften in sich vereint.

  • Schärfe: Check.
  • Auflösung: Check.
  • Farbwiedergabe: Check.
  • Plastizität: Check.
  • Verarbeitung: Check.
  • Haptik: Check.

Gut erhaltene Exemplare sind mit Geduld und Glück von Privat in Foren und bei eBay  für ca. 300 bis 400 Euro, bei Händlern mit Garantie für ca. 500 bis 700 Euro zu bekommen.

Dieses wunderbare Objektiv kann ich nur wärmstens empfehlen!

Samstag, 22. Juni 2013

Foto Technik: "Drei technische Löcher, bitte..." Zwischenringe für Makro Objektive

"Nun machen wir mal ein Technisches Loch". 
So pflegte es ein Verwandter praktisch auszudrücken bevor er den großen Hammer schwang um Platz für ein neues Fenster zu schaffen. 
Nun ist die Bezeichnung Loch für einen Zwischenring sicherlich falsch, trotzdem war meine Frau erstaunt das ich für so ein "künstliches Loch" auch Geld bezahlte. ;-) 
Rohr hätte es statt Loch besser getroffen, handelt es sich doch bei den meisten Zwischenringen um eine simple Verlängerung des Abstandes zwischen der Bildebene der Kamera (also entweder dem Film oder dem Sensor) und dem Objektiv. Wir können mittels dieses Rohres näher an das Motiv heran und der Abbildungsmaßstab vergrößert sich. 
Dabei ist die Einfachheit der Konstruktion gewollt und gewünscht. Erspart die Bauweise aus lichtdichtem Rohr und passendem Bajonett Anschluß doch jegliches bildverfälschendes optisches Element wie Linsen zum Beispiel. Die optische Qualität des verwendeten Objektives bleibt erhalten. Einzig die Lichtstärke sinkt Prinzip bedingt. Und zwar um etwa eine Blendenstufe bei einem Abbildungsmaßstab von 1:2 und zwei Blendenstufen bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1. Dieser Effekt tritt bei Makro Objektiven aber auch auf. Zwischenringe gibt es nun in verschiedenen Größen. Deren Verlängerung wird in Millimetern angegeben; sie bezeichnet die zusätzliche Entfernung zwischen Objektiv und Bildebene, die durch Einsatz des Zwischenrings entsteht. Heute schauen wir uns drei Zwischenringe des renommierten japanischen Herstellers Kenko in den Größen 12mm, 20mm und 36mm an:



Verwendet werden die Ringe an dem letzte Woche besprochenen Olympus Zuiko MC Auto 50mm f3.5 Objektiv. Dieses Makro Objektiv mit dem maximalen Vergrößerungsmaßstab von 1:2 fertigt angenehme Nahaufnahmen von zum Beispiel Blumen:

Zweimal mit Offenblende f3.5




Einmal abgeblendet auf f8



Selbst so abgeblendet ist die Darstellung von Details durch Ausschneiden und Vergrößern im Bildbearbeitungsprogramm begrenzt:



Nun unter Verwendung des Zwischenringes 20mm:


Die Auflösung steigert sich deutlich.
Klar feststellbar ist allerdings auch die oben beschriebene Verkürzung der abbildbaren Schärfeebene. Ist sie (an dem hier verwendeten 50mm Makro) bei dem 12mm und dem 20mm Ring noch durchaus um die zwanzig groß, so schrumpft sie an dem 36mm Ring auf wenige Zentimeter. Da bleibt häufig nicht viel abbildbares übrig:


Trotzdem sei die Verwendung solcher Zwischenringe jedem ans Herz gelegt. Schaffen sie doch mit geringen finanziellen Mitteln (die drei Kenkos kosteten mich bei eBay 39,-- Euro!) eine deutliche Steigerung der Nahabbildungsfähigkeiten der meisten Objektive.

Bleibt als Fazit also: "Technische Löcher in der Fototechnik? Sehr empfehlenswert!"

Sonntag, 26. Mai 2013

Kaffee


Ziel war es ein Foto zu fertigen welches in einer Küche die Wand hinter einer Kaffeemaschine schmückt. Das Foto sollte spannend sein, aber gleichzeitig auch sehr schlicht. Ich war selber überrascht wie interessant strukturiert (und gar nicht langweilig) die Oberfläche einer simplen Kaffeebohne sein kann.
Das preiswerte Asahi Pentax Super Takumar Macro 50mm f4 ist ideal für Abbildungsmassstäbe dieser Art. Die Kamera Ricoh GXR-M war bei dieser Aufnahme auf f8 mit einer Belichtungszeit von 1/3 Sekunde bei Iso 200 eingestellt.