Sonntag, 22. Mai 2016

Tabletop-Fotografie. Tabak Pfeife von CO Pipes.

Einmal im Jahr besuche ich die Pfeifen Messe in Lohmar. Ich war früher recht aktiv in der Internet Pfeifenszene und auch bei YouTube habe ich viele Videos  aus dem Themenbereich eingestellt. Die Veranstaltung in Lohmar ist eine sehr angenehme Möglichkeit alte Bekannte aus dieser Zeit wiederzusehen und auch um neue Kontakte zu knüpfen. So lernte ich dieses Jahr Toto und Harry... , nein Toto und Kelvin aus Hamm kennen.




Die beiden bauen in Ihrer Freizeit Tabakpfeifen in erstaunlicher, kunsthandwerklicher Qualität und vertreiben sie übers Internet unter dem Label CO-Pipes.

Da die Preise sehr bodenständig sind, konnte ich nicht umhin und habe ein Exemplar aus ihrer Werkstatt erworben. 

Was liegt näher als diesem "Stück Wurzelholz" mal mit der Kamera auf die Maserung zu rücken? Zum Einsatz kommt mein Standard Strobist Equipment aus Fuji X-T1 und den Yongnuo 560er Blitzen sowie Firefly Lichtformer und MagMod Snoot.



Und so sieht das gute Stück aus.









Den Schlagschatten von Links sollte ich beim nächsten Mal noch etwas abmildern, aber soweit passts schon. 

Dienstag, 17. Mai 2016

Fototour auf die Schottische Insel Eigg, Teil 2

So geht es jetzt mehrere Tage: Ich schlafe ein paar Stunden, prüfe den Nachthimmel und stelle seufzend fest das es total bewölkt ist. Tagsüber ist in den Morgen- und Abendstunden auch kaum klare Sicht. Blaue Stunde Fotografie (hier die Wikipedia Erläuterung) geht anders.

Nun liegt es ausserhalb meiner Möglichkeiten an der Situation großartig was zu ändern und ich arrangiere  mich so gut es geht. Die meiste Zeit halte ich mich in der Bay of Laig auf. Dort entdecke ich auch eine einfach erkletterbare Höhle und dort ziehe ich mich zurück wenn der Regen zu stark wird.


Sobald es trocken ist gehts raus ans Wasser zum fotografieren.





Manchmal ist das Wetter so grau in grau das sich eine schwarz/weiß Konvertierung geradezu aufdrängt. 


Wenn das Wasser, Ebbe bedingt, wieder zurückfliesst bieten sich interessante "Fluß-ins-Meer Blicke".  



Die in der radioRAW Folge 38 thematisierte Frage ob das kleine Sirui Stativ für Langzeitbelichtungen stabil genug ist, läßt sich mit einem eindeutigen Ja beantworten. Link zur Herstellerseite mit dem Sirui T05. Nach Entfernen der Mittelsäule und dem direkten Ansetzen des Kugelkopfes ist das eine sehr empfehlenswerte Reisestativ Lösung für leichte Systemkameras wie meine Fuji.


So gelingen die meisten Langzeitbelichtungen Problemlos. Nur wenn Sturmboen einwirken, oder das ein- oder abfliessende Wasser die Stativbeine zu sehr umspülen wird es schwierig.

Die Standard Anwendung funktionieren reibungslos.



Beim abendlichen Blick in die Speicherkarte finde ich ein Bild bei dem ich partout nicht weiss wann ich es bewußt gemacht habe? Die Exif Daten sagen mir das die Belichtungszeit 6,5 Sekunden betrug, Blende 5,6 vorlag und die Iso Einstellung 200 war.
Irgendwie könnte man das Bild als Unfall bezeichnen. Mir gefällt es aber spontan so gut, das ich es auf der Karte lasse. Im Nachhinein bekommt das Bild sogar die meisten positiven Kommentare ("wie gemalt") der Betrachter. Ich überlege ernsthaft es groß (vielleicht auf Canvas?) auszubelichten.



Merke, der Zufall ist ein guter Freund des Fotografen. ;-)

Einige Bilder habe ich noch gemacht die stark in den abstrakten Bereich gehen. Die zeige ich Euch gerne beim nächsten Mal in Teil 3 dieses Berichtes. Dort werde ich dann auch ein Fazit ziehen.


Samstag, 14. Mai 2016

Fototour auf die Schottische Insel Eigg, Teil 1

Anfang Mai ist es wieder einmal soweit gewesen. Mich zog es nach Schottland.

Zwei Jahre ist es her das ich meine letzte Tour in die nördlichen Highlands durchführte und mit meinem Zelt so mächtig im Coire Làir absoff das ich kurzerhand über Kinlochewe ausstieg und frustriert wieder nach Hause flog.

Darum wollte ich es diesmal sicherer planen und ich buchte mich auf der Insel Eigg in einer Holzkabine ein. Der Vorteil lag auf der Hand. Kein Zelt, kein Schlafsack und keine Isomatte mitzuführen bedeutete eine Platz- und Gewichtsersparnis im Rucksack von gut 4kg. Also genug extra Platz im Rucksack um mehr Fotokram mitzunehmen. Das Ziel sind Landschaftsaufnahmen per Langzeitbelichtung, Bilder in der blauen Stunde und vor allem Nachtaufnahmen der Milchstrasse.



Da ist die Laune noch gut...



Über gewohnte Wege, sprich per Bahn nach Köln/Bonn Flughafen, per Eurowings Flieger nach Edinburgh und abschließend per Citylink Bus über Glasgow erreiche ich mein erstes Tagesziel Fort William. Die Unterkunft im Backpackers Hostel ist OK und in meinem Lieblingspub gibts was leckeres zu essen und zu trinken. Die liebe Wanderkameradin Marion gesellt sich verabredungsgemäß am letzten Abend ihres Schottlandurlaubs dazu und wir quatschen über alte gemeinsame Wander Erinnerungen und neue Pläne.

Am nächsten Morgen erstmal ein leichtes schottisches Frühstück.


Per Zug geht es nun von Fort William nach Mallaig zur Fähre nach Eigg. Pünktlich um 16:00h ist die Insel erreicht.  Der Zufall führt zu einer Fahrgemeinschaft mit einem Pärchen aus Deutschland und mit der geteilten Fahrgelegenheit gehts zum gebuchten Ziel, Tigh an Sithean.

Leider erwies sich diese gebuchte Unterkunft als ziemlich abgerockte Angelegenheit. Die schlecht gewartete Holzhütte hat Spaltmaße an der Tür zum Hand durchstecken und alles ist sehr schmutzig und zum teil muffelig. Den angeschimmelten Schlafsack des Hauses kann ich zumindest gegen ein besseres Exemplar tauschen. Das die Duschen nur über Kaltwasser verfügen, die Heizung nicht funktioniert, der Aufenthaltsraum auf dem Gelände nicht mehr bewirtschaftet wird und das in der Nähe gelegene Restaurant geschlossen ist, bringen meine Laune auf den Tiefpunkt.

Nun denn, man muß das beste daraus machen. Ich stopfe die größten Löcher in der Hütte mit Papier und einer alten Wärmflasche.


So verbringe ich nun die nächsten Tage an den Stränden der Insel und fröne meiner Fotoleidenschaft. Das Wetter ist (für die Jahreszeit) deutlich zu kalt, tagsüber hat es um die 10-12 Grad, nachts fällt es auf um die 4-6 Grad.

Die Fotoausbeute hält sich trotz stundenlanger Bemühungen in Grenzen. Die ersten Tage werden es klassische Landschaftsaufnahmen. Leider ist es Nachts durchgehend bewölkt so das meine Aufnahmen der Milchstrasse leider vollends ausfallen.





Erst nach einigen Tagen "Einfahren" gelingen (zufällig als auch beabsichtigt) der ein oder andere Schuß der mich mehr zufrieden stellt. Davon berichte ich gerne in Teil 2.

Samstag, 16. April 2016

Fuji Makro Zwischenring MCEX-11

Nur noch wenige Tage und der Rucksack für die anstehende Schottland Fototour wird gepackt. Viele Teile der Ausrüstung werden testweise hineingelegt, viele Teile wandern auch wieder heraus. Will ja schließlich alles getragen werden und da überlegt man zweimal ein schweres Ausrüstungsteil mitzunehmen.

Exakt aus dem Grunde verwarf ich auch die Mitnahme des schönen 90mm Tokina Makro Objektives. So häufig habe (und voraussichtlich werde) ich es nicht einsetzen und seine 400gr Gewicht sind mir dafür im Wanderurlaub Zuviel. Auch wenn es wunderbar abbildet, siehe hier meinen Test aus 2014.

Was tun wenn man aber nun doch gerne eine Lösung für gelegentliche Nahaufnahmen dabei hätte?
Richtig, ein Makroring wird bestellt. Für gut 75 Euro erreichte mich so der Fuji MECX-11.

Und das schreibt der Hersteller:

"Der Makro-Zwischenring wird zwischen Objektiv und Kameragehäuse angebracht und vergrößert dadurch den Abstand von den Objektivelementen zum Sensor. Somit ist es möglich, bei Makroaufnahmen noch näher an das Motiv heranzugehen. Elektronische Kontakte ermöglichen die Aufnahme mit AF und AE und sie übermitteln automatisch Informationen zwischen den FUJINON Objektiven mit X-Bajonett und den FUJIFILM Kameras der X-Serie. Somit können der Autofokus und die Blende weiterhin vollständig genutzt werden."


Und so sieht das Ganze zwischen der Fuji X-T1 und dem Fujinon 35mm f1.4 aus:



Hier mal Testaufnahmen einmal ohne, einmal mit und einmal stark gecropt. 




Da kann man doch grundsätzlich nicht meckern.

Ich bin sehr gespannt welche Praxiserfahrungen ich in Schottland machen werde. :-)

Dienstag, 1. März 2016

Alte Freundin Fuji X-E1.

Gestern nahm ich mal wieder meine alte Fuji X-E1 in die Hand. In acht Wochen gehts ja nach Schottland und ich will die Kamera als Backup führ meine X-T1 mitnehmen.

Von wann ist die Kiste eigentlich? Meine Lightroom Bibliothek gibt Auskunft. Schön das man alle seine Bilder im Rahmen der Metadaten natürlich auch nach Kameramodellen durchsuchen kann. Das erste erfasste Bild datiert vom 15. September 2013. Die Kamera habe ich damals als Gebrauchtgerät für 550 Euro gekauft.  Erschienen ist das Modell X-E1 genau ein Jahr zuvor im Jahre 2012. Neupreis war 900 Euro.

Insgesamt habe ich knapp 6.000 Bilder mit ihr gemacht. Und das im Zeitraum von September 13 bis Juni 15 als ich die Fuji X-T1 erwarb. Das ist für 20 Monate und mein Fotoverhalten recht viel. In den acht Monaten danach habe ich mit der X-T1 gerade einmal 1100 Bilder gemacht. Gut, das liegt sicherlich auch an der Winterzeit und das ich in den acht Monaten keine Urlaubsreise gemacht habe. Auch ist die "wilde Zeit" der Objektiv Testerei bei mir vorbei. Das ist ein gutes Zeichen, signalisiert es doch meine Zufriedenheit mit meinem Objektiv Park.

Klar konnte ich nicht widerstehen und ich habe die X-E1 mit der X-T1 verglichen. Sehr auffällig ist der Gewichts- und Haptikunterschied beider Modelle. Die E1 wiegt gefühlt die Hälfte und auch das  Anfaßgefühl geht sehr in Richtung Plastik. Die T1 wirkt wesentlich stabiler und erwachsener. Die Bildqualität ist relativ identisch. Der Sensor ist ja in beiden Kameras der gleich. Klar ist die Elektronik der T1 weiter, was sich zum Beispiel in deutlich weniger Rauschen der Bilder zeigt.Ein Riesenunterschied zeigt sich beim Blick durch die elektronischen Sucher beider Kameras. Meine Herren! Im Vergleich zur T1 ist das bei der E1 ein dunkles Mäusekino!

Als Backup nehme ich die E1 aber gerne mit nach Schottland. Dafür darf sie noch lange Jahre im Hause bleiben. Der Gebrauchtwert liegt ja mittlerweile sowieso nur noch bei gut 180 Euro. da lohnt ein Verkauf echt nicht.

Hübsch ist sie aber immer noch... :-)



Samstag, 20. Februar 2016

Grenzübergang Eußenhausen–Meiningen



In den ersten Nachkriegsjahren war die Trennlinie an der früheren Reichsstrasse 19 zunächst noch durchlässig, im kleinen Grenzverkehr konnten Bauern, Handwerker, Händler und Arbeiter passieren. Aber schon 1946 stellte die Sowjetunion in ihrer Zone deutsche Grenztruppen auf und ließ erste Waldschneisen schlagen, im Sommer 1947 wurden Stacheldrahthindernisse und die ersten Straßensperren errichtet. Am 30. April 1948 wurde der Übergangspunkt Eußenhausen zunächst geschlossen.

Der neue Grenzübergang Eußenhausen-Meiningen wurde am 21. Juni 1973 eröffnet und diente dem Kleinen Grenzverkehr (Tages- und Zweitagesreisen), der zwischen den beiden deutschen Regierungen zur Verbesserung der grenznahen Kontakte vereinbart worden war. Diese Regelung galt sowohl für Besuche als auch für touristische Aufenthalte und organisierte Busreisen. Weiterhin diente er Reisen für längerfristigen Aufenthalt in der DDR (so genannter Wechselverkehr). Der Unterschied bestand in verschiedenen Anmeldeprozeduren. Der Transitverkehr nach West.Berlin und Drittstaaten war über diesen Grenzübergang nicht möglich.

Nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989 (der erste Trabant aus Richtung Meiningen überquerte die Grenze am 10. November 1989 um 3.40 Uhr) und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurden die umfangreichen Sperranlagen beseitigt. Heute ist auf der Thüringer Seite, auf der Schanz nahe Henneberg, nur noch ein Wachturm und ein unvollendeter Backsteinbau für geplante Büroräume der Passkontrolle, des Zolls und der Grenztruppen erhalten.

Auf der bayerischen Seite befindet sich auf einem Parkplatz – gegenüber der nicht mehr vorhandenen westdeutschen Grenzabfertigungsstelle – eine Sammlung von Grenzsperranlagen.













Dienstag, 15. Dezember 2015

Whisky Flaschen Fotografie II

Die magnetischen Lichtformer von MagMod sind gekommen. Mein Starterset ist der Grundhalter MagGrip plus zwei Lichtformer.

Der Grundhalter wird fest auf den Blitz aufgeschoben und verbleibt dort. Das Gummi ist echt fett und die magnetischen Haltekräfte für die weiteren Aufsätze ziemlich beeindruckend. Selbst munterem Schütteln hält das System stand. Die zwei gewählten Lichtformer sind einmal der MagGrid2 als Grid (richtet durch seine Wabenstruktur das Licht und vermeidet seitliches Streulicht) und der MagSnoot als Snoot (reduziert das Licht auf einen Spot).


Natürlich kann man beide Lichtformer auch kombinieren.



Nun fällte es viel leichter das Licht gerichtet in das Glas zu schicken.


Auf Hinweis von meinem Foto Buddy Hendrik habe ich zusätzlich auch mal die Nutzung eines Polfilters ausprobiert. Die grundsätzliche Funktion eines solchen Polarisationsfilters ist hier auf dieser Seite sehr schön erklärt.

Nun also einmal mit, und einmal ohne so einen Filter.



Ich bin mir unsicher welches Bild mir besser gefällt. Sicher profitiert das Bild mit dem Filter durch weniger Reflexionen, es wirkt irgendwie klarer. Aber das mehr an eben diesen Spiegelungen verhilft auch irgendwie dem Bild ohne Polfilter zu einen größeren Plastizität? Wie so häufig sicherlich Geschmacksache.

Weniger eine Frage des Geschmackes sind die Lichtformer von MagMod. Klar, 128,-- Euro für drei Gummipömpel ist schon eine hohe Hausnummer. Aber das Zeug ist in Verarbeitung und Nutzen so ziemlich perfekt und mir deswegen das Geld wert. Bestellt habe ich übrigens bei enjoyyourcamera.