Samstag, 14. Mai 2016

Fototour auf die Schottische Insel Eigg, Teil 1

Anfang Mai ist es wieder einmal soweit gewesen. Mich zog es nach Schottland.

Zwei Jahre ist es her das ich meine letzte Tour in die nördlichen Highlands durchführte und mit meinem Zelt so mächtig im Coire Làir absoff das ich kurzerhand über Kinlochewe ausstieg und frustriert wieder nach Hause flog.

Darum wollte ich es diesmal sicherer planen und ich buchte mich auf der Insel Eigg in einer Holzkabine ein. Der Vorteil lag auf der Hand. Kein Zelt, kein Schlafsack und keine Isomatte mitzuführen bedeutete eine Platz- und Gewichtsersparnis im Rucksack von gut 4kg. Also genug extra Platz im Rucksack um mehr Fotokram mitzunehmen. Das Ziel sind Landschaftsaufnahmen per Langzeitbelichtung, Bilder in der blauen Stunde und vor allem Nachtaufnahmen der Milchstrasse.



Da ist die Laune noch gut...



Über gewohnte Wege, sprich per Bahn nach Köln/Bonn Flughafen, per Eurowings Flieger nach Edinburgh und abschließend per Citylink Bus über Glasgow erreiche ich mein erstes Tagesziel Fort William. Die Unterkunft im Backpackers Hostel ist OK und in meinem Lieblingspub gibts was leckeres zu essen und zu trinken. Die liebe Wanderkameradin Marion gesellt sich verabredungsgemäß am letzten Abend ihres Schottlandurlaubs dazu und wir quatschen über alte gemeinsame Wander Erinnerungen und neue Pläne.

Am nächsten Morgen erstmal ein leichtes schottisches Frühstück.


Per Zug geht es nun von Fort William nach Mallaig zur Fähre nach Eigg. Pünktlich um 16:00h ist die Insel erreicht.  Der Zufall führt zu einer Fahrgemeinschaft mit einem Pärchen aus Deutschland und mit der geteilten Fahrgelegenheit gehts zum gebuchten Ziel, Tigh an Sithean.

Leider erwies sich diese gebuchte Unterkunft als ziemlich abgerockte Angelegenheit. Die schlecht gewartete Holzhütte hat Spaltmaße an der Tür zum Hand durchstecken und alles ist sehr schmutzig und zum teil muffelig. Den angeschimmelten Schlafsack des Hauses kann ich zumindest gegen ein besseres Exemplar tauschen. Das die Duschen nur über Kaltwasser verfügen, die Heizung nicht funktioniert, der Aufenthaltsraum auf dem Gelände nicht mehr bewirtschaftet wird und das in der Nähe gelegene Restaurant geschlossen ist, bringen meine Laune auf den Tiefpunkt.

Nun denn, man muß das beste daraus machen. Ich stopfe die größten Löcher in der Hütte mit Papier und einer alten Wärmflasche.


So verbringe ich nun die nächsten Tage an den Stränden der Insel und fröne meiner Fotoleidenschaft. Das Wetter ist (für die Jahreszeit) deutlich zu kalt, tagsüber hat es um die 10-12 Grad, nachts fällt es auf um die 4-6 Grad.

Die Fotoausbeute hält sich trotz stundenlanger Bemühungen in Grenzen. Die ersten Tage werden es klassische Landschaftsaufnahmen. Leider ist es Nachts durchgehend bewölkt so das meine Aufnahmen der Milchstrasse leider vollends ausfallen.





Erst nach einigen Tagen "Einfahren" gelingen (zufällig als auch beabsichtigt) der ein oder andere Schuß der mich mehr zufrieden stellt. Davon berichte ich gerne in Teil 2.

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